Vorzugshaltung („schiefer Kopf“)

Knochen ist nicht knochenhart! Knochen ist weich und formbar.

Der Daumenlutscher hat sein Däumchen ganz locker im Mund, verformt damit im Laufe der Zeit aber so langsam den Kiefer (und die Zahnstellung).

Der Kieferorthopäde übrigens macht diese Verformung dann durch dauernden Druck mit seinen Klammern wieder rückgängig.

Dieser Effekt führt bei vielen Babys zu einem asymmetrischen Kopf. Manche Kinder bringen die Tendenz, sich zu einer Seite zu orientieren, mit auf die Welt. Oft sind aber die Eltern „schuld“:  Rechtshänder tragen das Kind so, dass der Kopf auf der linken Ellenbeuge liegt. Wird das Baby nun abgelegt, liegt der Kopf von der Mama aus gesehen links. Das Baby sieht der Mama Richtung rechts hinterher. Das nächste mal kommt das Essen von rechts., Wenn die Eltern sich unterhalten, hört das Baby sie rechts. (Linkshänder bitte andersrum denken!)

Dieses Baby wird einen abgeplatteten Hinterkopf rechts entwickeln.

Was nicht hilft: den Kopf immer wieder nach links drehen oder mit einem Kissen versuchen, den Kopf auf die „richtige“ Seite zu bringen.

Das Baby guckt, wohin es will. Die Eltern müssen helfen, damit es zur anderen Seite will: Kopf- und Fußende vertauschen. Dafür sorgen, dass die eine Seite ab sofort langweilig wird: weiße Wand, keine Spieluhr…, das tosende Leben spielt sich nur noch auf der anderen Seite ab. Wer etwas sehen oder hören will, muss sich umgewöhnen. Auch nachts liegt die Mama jetzt auf der anderen Seite. (Sie bleibt natürlich, wo sie war, nur das Kind liegt andersherum.)

Ansonsten: Bauchlage (nachts verboten!), viel auf dem Arm tragen. Alles was nicht den Kopf plattdrückt, ist gut.

Was sich langsam entwickelt hat, braucht auch Monate, um zu verschwinden. In den meisten Fällen reichen die oben genannten Maßnahmen. In seltenen Fällen kann schon mal Krankengymnastik  erforderlich sein.

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