Von wegen, harmlose  Kinderkrankheit! In den Medien schlägt diese hochansteckende Infektion hohe Wellen. Die Politik ist aufgewühlt, es ist sogar von Impfpflicht die Rede. In den ersten beiden Monaten 2017 gibt es in Berlin 25 Neuerkrankungen, die CDU Berlin fordert, nur noch geimpfte Kinder zur KiTa zuzulassen. Mitte März 2017 überschreitet allein in Duisburg die Zahl der Infizierten 100 Fälle –>

Auch heute noch sterben in Deutschland regelmäßig Kinder an dieser Erkrankung. Weltweit sind es sogar täglich 400 Kinder, die die Masern nicht überleben. (Stand 11/2016). Nicht übrigens auf dem gesamten amerikanischen Subkontinent – also selbst in Entwicklungsländern wie Bolivien oder Uruguay, dort wird strikt geimpft. Im September 2016 wurde die Erkrankung für die USA als „ausgerottet“ erklärt.

Leider – und Gottseidank – kennen viele Eltern die Masern nicht mehr, ein Ergebnis der Impfungen.  Das führt aber auch dazu, dass das Bewusstsein dafür weitgehend verloren gegangen ist, dass wir es mit einer gefährlichen Krankheit zu tun haben.

Jeder tausendste bis zweitausendste Erkrankte macht eine Hirnentzündung durch, an der ein nicht unerheblicher Teil verstirbt. Bei den Überlebenden sind bleibende Hirnschädigungen häufig. Aber selbst ein „normaler“ Masernverlauf lässt die Kinder schwer krank werden. Viele Tage hohes Fieber, gängige Komplikationen wie Lungen- und Mittelohrentzündungen plagen die Patienten.

Einen erschütternden Verlauf, verursacht durch eine wirklich seltene aber immer tödliche Spätkomplikation der Masern, finden Sie hier dargestellt

Eine gut verträgliche Impfung kann verlässlich vor dieser Erkrankung schützen. Hier von der ZEIT eine gute Darstellung/Gegenüberstellung der Risiken von Impfung und der Krankheit selbst.

Die Impfkommission empfiehlt auch für Erwachsene die „einmalige Impfung für alle nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff“.